LABSKAUS IST IN HAMBURGER RESTAURANTS SEHR BELIEBT

Bei dem traditionellen Seefahrergericht Labskaus scheiden sich heutzutage die Geister der Feinschmecker – für die einen ist er ein köstliches Gericht aus alten Tagen, für andere eine abenteuerliche Kombination gewöhnungsbedürftiger Zutaten.

Labskaus besteht aus Kartoffeln, roter Beete, wird wahlweise mit Pökelfleisch oder Fisch angerichtet und kann mit einem Spiegelei als Topping serviert werden. Auch eine Gewürzgurke oder einen Rollmops findet man oft als essbare Garnitur auf dem Teller. Was jedoch wirklich in ein typisches Labskaus gehört, wo es herkommt und wer es erfunden hat – über diese Fragen wird bis heute hitzig diskutiert.

Labskaus im Boathouse Hamburg

Labskaus gehört einfach in den Norden. In seiner ursprünglichen Form wird das traditionelle  Gericht zwar zunächst nicht auf der Speisekarte vom Boathouse Hamburg anzutreffen sein, aber Inhaber und Küchenchef Thomas Macyszyn wird in Zukunft sicherlich eine besonders kreative Variation des Klassikers für euch kreieren.

Hamburger Labskaus? Nicht ganz!

Auch wenn Labskaus in Hamburg weit verbreitet ist und einige die Hansestadt als Geburtsort der herzhaften Hauptspeise benennen möchten – die Herkunft vom Labskaus ist nicht nachgewiesen. Bekannt ist es in Norddeutschland, entlang der friesischen Nordseeküste, in Skandinavien und in der Gegend von Liverpool.

Im 18. Jahrhundert diente es den Seefahrern als Speise während der Überfahrt. Der Schiffskoch musste sich mit Lebensmitteln behelfen, die lange haltbar waren. Das Mus aus Kartoffeln, Pökelfleisch und rote Beete waren hierfür bestens geeignet. Zudem hatten die Seefahrer oft mit Skorbut und damit einhergehenden Zahnproblemen zu kämpfen. Die weiche Konsistenz des Labskaus war da die ideale Lösung. Sofern das Schiff lebende Hühner verladen hatte, gab es zum Labskaus auch ab und an ein Spiegelei – diese besondere Variante war jedoch nur dem Kapitän vorbehalten.

SCHON GEWUSST?

Der Name „Labskaus“ ist kein Begriff aus der Hamburger Region. Er stammt wahrscheinlich von dem englischen Wort „lobs-cou(r)se“, was so viel wie „Speise für derbe Männer“ bedeutet. Zwar wird Labskaus traditionell mit Pökelfleisch hergestellt, kann aber stattdessen auch mit Corned Beef zubereitet werden – so wird der Geschmack etwas milder und kann damit auch von nicht ganz so derben Männern genossen werden.

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